12.06.26: DK0MN/p im CW-Fieldday-Contest 2026 (fd2026cw)

Am 6./7. Juni 2026 hat unser Ortsverband mit dem Rufzeichen DK0MN/p am IARU-Region-1-CW-Fieldday-Contest in der Klasse "Portable, multi operator, low power, non-assisted" mit 100 W HF und einer Drahtantenne teilgenommen. Das war die 70. Fieldday-Teilnahme von C12 seit dem SSB-Fieldday im September 1990. Seither haben wir bei jedem Fieldday-Contest ein Log eingereicht (Corona-bedingt waren die CW-Fielddays 2020 und 2021 ausgefallen).

Der OV-Anhänger wurde am Mittwoch vor dem Fieldday-Wochenende aus unserem Clubstations-Lager beladen (tnx DG1HXJ, DK7MCX).

Für das Fieldday-Wochenende war die Wettervorhersage unbestimmt. Am Freitag, 05.06., regnete es beim weiteren Einladen bei DK3YD noch leicht. Diesmal nahm Stephan, DG1HXJ, mit seinem VW-Bus die Gasflaschen und weiteres Material mit. 

Die Abfahrt mit C12-Anhänger war um etwa 1415 MESZ und um etwa 1530 MESZ kam ich auf dem FD-Hügel an. Stephan, Wolfi und ich konnten während der Fahrt über unser 70 cm - Relais DB0VM Kontakt halten.

Die mobile Toilette war bereits einige Tage vorher geliefert worden (tnx DM7RDK).

Die weiteren Fieldday-Aktivisten machten sich nach ihrem Eintreffen an die Arbeit und bald standen die drei großen Zelte (KW, UKW, Küche).

Die "Mast-Spezialisten" Stephan, DG1HXJ, Wolfgang, DK7MCX (C10) und Horst, DL6NDW, stellten den Alu-Schiebemast mit weiteren Helfern wie üblich mit Hilfsmast und Flaschenzug auf.  Die Drahtantenne mit Paralleldrahtspeiseleitung wurde vor dem Hochziehen mit der Aufholerleine in bewährter Weise mit dem Ohmmeter geprüft. Die Antenne wurde ansonsten wie beim erfolgreichen SSB-Fieldday im September 2025 aufgebaut.

Matthias, DK4YJ, hatte vor dem Fieldday-Wochenende angerufen und die Lieferung der neuen Solarstromanlage angekündigt, die Bernhard, DL6MFI, und er als Ersatz für die alte Bleiakkuanlage gebaut hatten. Deshalb hatte ich die schweren Akkupakete nicht mehr mitgenommen. Gleich nach ihrem Eintreffen bauten Bernhard und Matthias die neue Anlage auf: Vier LiFePo-Akkus mit je 100 Ah, zwei Solarpanel mit je 200 W, Anschlußeinheit mit Leistungsanzeige für Akkus, Solarpanel, Netzgerät und Verbraucher. Alle Verbraucher  werden  über ein Tischgerät ebenfalls mit Leistungsanzeige angeschlossen. Die beiden MPPT-Solarladeregler wurden in Metallgehäuse eingebaut und aufwendig verdrosselt. Durch den Betrieb dieser Anlage mit großer Batteriekapazität brauchen wir keinen Benzingenerator mehr. Am Samstag vor Contest-Beginn wurde die neue Stromversorgung ausgiebig geprüft und keinerlei EMV-Probleme festgestellt. Bernhards umfangreiche Entstörmaßnahmen mit Messungen haben sich ausgezahlt.

Nach getaner Arbeit entwickelte sich der gemütliche Teil des Tages am Lagerfeuer mit Grillen, kühlen Getränken und vielen Gesprächen.

Am Samstagvormittag bauten Horst, DL6NDW; Andreas, DG8MDN; und Bodo, DL9MFY; die  Mikrowellen-Station mit Transceiver, Transverter, Endstufen, PC mit Win-Test, Antennenmast und Lang-Yagis auf.

Peter, DL2NBU, machte wie im September mit dem NanoVNA Impedanzmessungen über alle KW-Bänder nach der Mantelwellensperre (Balun 1:1). Das beim SSB-Fieldday eingefügte Speiseleitungsstück (Z_0 = 240 Ohm) wurde für den CW-Betrieb verlängert. Dadurch konnte die Impedanz im CW-Bereich des 10 m - Bandes wieder sehr nah an 50 Ohm reell gebracht werden. Dies sollte die Anpaßverluste im Tuner des TS-850SAT deutlich verringern. Beim Betrieb im Contest hatten wir auch den Eindruck, dass es auf 10 m ohne Tuner besser ging.

Andreas, DG8MDN, war in der Zeltküche mit Helfern mit der Zubereitung der klassischen Gemüsesuppe mit Wurst aktiv. Besucher Attila bereitete wieder sein ungarisches Kesselgulasch zu, tnx.

Der KW-Funkbetrieb begann planmäßig um 1500z und lief durchgehend ohne technische Schwierigkeiten. Als Funkgerät kam wieder der bewährte TS-850SAT mit Radiosteuerung und WinTest zum Einsatz.

OPs auf Kurzwelle waren Hans, DK3YD; Matthias, DK4YJ; und Peter, DL2NBU. Jeder funkte etwa ein Drittel der QSOs.

Das eingereichte Ergebnis von DK0MN/p ist wie folgt:

    Contest: IARU Field-Day R1 (DARC)
    Callsign: DK0MN/P
    Mode: CW
    Category: Multi Operator - Single Transmitter (MS) - non-assisted
    Band(s): All bands (AB)
    Class: Low Power (LP)
    Locator         : JN58MD
    Operating time  : 23h58

    BAND   QSO DUP DXC  POINTS   AVG 
    -------------------------------------------------------
     160         88     1     14        308       3.50 
       80       203     1     26        600       2.96 
       40       354     4     34        951       2.69 
       20       211     2     47        584       2.77 
       15       104     0     41        283       2.72 
       10         70     2     27        208       2.97 
    -------------------------------------------------------
    TOTAL1030   10   189      2934       2.85 
     ===============================
    TOTAL SCORE : 554 526

     Operators: DK3YD DK4YJ DL2NBU

Für die 24 Stunden Funkbetrieb wurde eine elektrische Energie von 4.7 kWh umgesetzt (Leistungsanzeige am Tischgerät bei Contest-Ende).

Am Samstag und Sonntag war das Wetter gut (heiter, leichter Wind). In der Nacht von Samstag auf Sonntag gab es in der Nacht einige kurze Regenschauer. 160 m und 80 m waren sehr ruhig ohne QRN. 

Auf 23 cm wurden insgesamt 45 QSOs mit den Rufzeichen DL6NDW, DG8MDN/p, DL2NBU/p und DL9MFY/p gefunkt und auf 13 cm waren es 9 QSOs.

Vielen herzlichen Dank an Horst, DL6NDW, für die Bereitstellung seiner Mikrowellen-Station.

Der Abbau verlief wie üblich routiniert und zügig. Den Rücktransport der Gasflaschen usw. übernahm Peter, DH0MAY, mit seinem VW-Bus (tnx).

Insgesamt waren 13 OV-Mitglieder und über 10 Besucher anwesend.

Im Namen unseres gesamten Ortsverbands möchte ich mich herzlich bei Allen bedanken, die zu diesem erfolgreichen Fieldday-Wochenende beigetragen haben.

Das Liste der eingereichten Logs gibt es bei

https://dxhf2.darc.de/~fdcwlog/user.cgi?fc=loglist&form=referat&lang=de .

vy 73

Hans, DK3YD
Teamleiter fd2026cw
OVV München-Nord C12

QRV:
  DB0VM   438.975 MHz (Subton 123 Hz)
  DB0ULR  439.325 MHz (Subton 123 Hz)
  (DB0NJ   438.775 MHz, zur Zeit nicht in Betrieb)
  DB0XF    145.600 MHz
  C12        145.250 MHz